Kaffeeschule: Handfilter

Kaffeezubereitung ist immer Kunst und oft auch Handarbeit, aber vielleicht nirgends so sehr wie beim Handfilter, schließlich heißt er schon so. Hier gibt es keine Maschine und keinen Schnickschnack – nur Euch und Euren Filteraufsatz. Na gut, und eine Filtertüte. Auch wenn diese Zubereitungsart die wohl geradlinigste ist, gibt es Einiges zu beachten. Bereit für den richtigen Schwung? Wir erklären Euch hier, wie es (am besten) geht.

1. Der Kaffee…

Für den Handfilter empfehlen wir eher fein gemahlenen Kaffee, um ein optimales Herauslösen der Aromen zu gewährleisten. sollte ähnlich wie bei der Herdkanne etwas feiner gemahlen sein, also zwischen ganz fein und mittel. Allzu lange ist das Wasser auch hier nicht mit dem Kaffeepulver in Kontakt, da Ihr per Hand schneller gießt als eine Filtermaschine tröpfelt. Um in dieser kürzeren Zeit ausreichend Aromen aus dem Kaffee zu lösen, wird eine etwas größere Oberfläche benötigt, die der feinere Mahlgrad gewährleistet.

Bitte seid gut zu Euren Kaffeebohnen und schickt sie durch ein Scheiben- oder Kegelmahlwerk, statt sie ungleichmäßig von einem Schlagmahlwerk zerhacken zu lassen. Schlagmahlwerke kamen früher recht häufig in elektrischen Kaffeemühlen zum Einsatz; sie funktionieren wie eine Art Mixer, der die Bohnen zerschlägt. Da hierbei anders als bei Scheiben- und Kegelmahlwerken kein allzu einheitlicher Mahlgrad zustande kommt, sind sie für eine qualitativ hochwertige Kaffeezubereitung weniger geeignet.

Solltet Ihr keine eigene Mühle besitzen, könnt Ihr Euren Kaffee natürlich gern von uns im Markt 11 mahlen lassen - wir verwenden für Handfilter Stufe drei auf unserer Profi-Mühle von Mahlkönig, die den phantasievollen Namen „VTA 6S“ trägt.

Bei der Dosierung kommt es wie überall natürlich auch auf Eure Geschmacksvorlieben an. Als Richtlinie empfehlen sich etwa 1,5 gehäufte Esslöffel (ca. 11 Gramm) Kaffeepulver für eine größere Tasse. Die Dosis Eurer Wahl kommt dann in den angefeuchteten (und gegebenenfalls einmal mit warmem Wasser durchgespülten – je nachdem wie perfektionistisch Ihr Euch fühlt) Papierfilter, mit dem der Filteraufsatz ausgekleidet ist. Das vorherige Durchspülen löst den eventuellen Eigengeschmack des Filterpapiers und wärmt gleichzeitig Eure Tasse vor. Ziemlich clever also, sich an dieser Stelle mal dem Perfektionismus hinzugeben. Aber auch verzeihlich, es nicht zu tun.

2. Das Wasser…

Bevor der Kaffee in den Filter kommt, sollte dieser durchgespült oder zumindest angefeuchtet werden.hat nun schon eine Vorgeschichte mit dem Filterpapier erlebt, bevor es zur Kontaktaufnahme mit dem Kaffeepulver kommt. Der Vollständigkeit halber hier die Kurzversion: der Papierfilter wird ein Mal mit warmem Wasser durchgespült oder zumindest angefeuchtet.

Nach dem Aufkochen sollte das Wasser auf ca. 95°C abkühlen.Der eigentliche Auftritt kommt aber jetzt. Das Wasser wird aufgekocht und ca. zwei Minuten stehen gelassen, um es auf etwa 95 ° Celsius abzukühlen.

3. Das Filtern…

Zuerst sollte der Kaffee einmal mit Wasser bedeckt werden, damit er quellen kann. ... beginnt mit dem Aufgießen. Zunächst gießt Ihr einen Teil des Wassers auf das Kaffeepulver, sodass alle Partikel gleichmäßig mit Wasser bedeckt sind. Nach ungefähr 30 Sekunden ist der Kaffee ausreichend gequollen und Ihr könnt das restliche Wasser zugießen.

Anschließend kann das restliche Wasser mit einem großen Schwung hinterher gegossen werden. Hier kommt die Stelle mit dem Schwung: in großen Kreisen sollte das übrige heiße Wasser in Euren Filter befördert werden. Dass Ihr den Bogen raus habt, erkennt Ihr an einer möglichst ebenen Oberfläche des zurückbleibenden Kaffeepulvers. Das fertige Kaffeegetränk befindet sich jetzt bereits in Eurer Tasse.

4. Das Einschenken…

Nun den fertigen Kaffee nur noch in Deine Tasse befördern. Fertig! fällt hier wahrscheinlich aus, da der gefilterte Kaffee ja direkt in Eurer Tasse gelandet ist. Es sei denn, Ihr filtert größere Mengen in ein extra Gefäß. Dann könnt Ihr nun daraus den fertigen Kaffee in Eure Tasse(n) verteilen.

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